Ernährung nach TCM hilft in der Winterzeit

Die Jahreszeit des Yin und des Wassers

Der Winter, die kalte und feuchte Jahreszeit, wird dem Yin und dem Element Wasser zugeordnet. Das Wasser wiederum entspricht dem Funktionskreis Niere/Blase. Die Nieren haben in der TCM nicht nur eine Ausscheidungsfunktion, sondern sind auch ein wichtiger Speicher der Lebensenergie Qi. Sie speichern das Qi im Körper, sodass es in Zeiten von Stress, Veränderung oder Krankheit herangezogen werden kann. Daher ist es wichtig während der Wintermonate die Nieren-Energiespeicher aufzufüllen.

Außerdem hemmt die Kälte des Winters den Fluss des Qi im Körper, wodurch es zu Stagnationen und in weiterer Folge zu Schmerzen kommt. In diesem Fall kann mit Hilfe einer Wärmetherapie (Moxibustion) gegengesteuert werden.

Die Ernährung im Winter

Da gerade die Kälte zu einem leichteren Verlust der Nierenenergie führen kann, sollte man seinem natürlichen Bedürfnis nach Ruhe und Einkehr nachkommen und besonders auf seine Ernährung achten.

Es sind gerade die allseits bekannten und im Winter aus dem Süden importierten Energiespender wie Orangen, Zitronen und Mandarinen, die aus Sicht der TCM von kalter Natur sind und daher zur weiteren Auskühlung des Körpers beitragen.

Auch Milchprodukte wie Joghurt oder Milch sind kalt und tragen zur Verschleimung und zur Entstehung von Husten bei.

Es empfiehlt sich daher, die Ernährung im Winter folgendermaßen anzupassen:

  • Mindestens 2x am Tag eine warme Mahlzeit
  • Keine Rohkost, stattdessen z.B. warme Kraftsuppen
  • Traditionelles Wintergemüse (Rotkraut, Kürbis, Fenchel, Süßkartoffel, etc.) 
  • Warme Gewürze (Zimt, Ingwer, Anis, Sternanis, Kümmel, Knoblauch, Chili, Pfeffer, Curry, Petersilie, Rosmarin, Thymian, Basilikum, etc.)

 

 Freude ist immer eine gesunde Kost! (chinesisches Sprichwort)

© Dr. Nina Essl-Perl Impressum